Ulnares Impaktionssyndrom

Sind Veränderungen am Anfang der Erkrankung im Röntgenbild noch unsichtbar, so können diese Veränderungen im MRT schon gut dargestellt werden. Bei länger bestehenden Beschwerden werden die Veränderungen der Knochensubstanz auch im Röntgenbild sichtbar.



In der Kernspintomographie deutlich
sichtbare Veränderungen des Mondbeines




Bei länger bestehenden Beschwerden werden die Veränderungen der Knochensubstanz auch im Röntgenbild sichtbar.



Zunächst wird über eine Arthroskopie die Ausdehnung der Erkrankung festgestellt und Schäden am Diskus beseitigt. Bei deutlicher Überlänge (und strukturellen Veränderung der Knochen: Ellenkopf, Mondbein und Dreiecksbein) sollte direkt eine Ellenverkürzung (ulnaverkürzungsosteotomie) angestrebt werden. Bei unfallbedingter Ulna plus Situation sollte zunächts die Korrektur der häufig zugrundeliegenden Radiusfraktur erfolgen.

Ulna Plus mit ersten radiologischen Zeichen.


Ulna plus bei Z.n. komplexem Handgelenksbruch mit Knochenfragmenten an der Elle.


sog. intraartikuläre Verkürzung der Elle nach Pechlaner


intraartikuläre minimal-invasive (arthroskopische) Ulnaverkürzung


Sogenannte extraartikuläre Verkürzung am körperfernen Schaft der Elle über eine Platte.


modernes Plattensystem zur Fixierung nach Ulnaverkürzung
modernes Plattensystem zur Fixierung nach Ulnaverkürzung


Teilfixierte Platte mit Sägeschablone und entfernter Knochenscheibe (Fa. TriMed)



Das Standardverfahren zur Verkürzung der Elle von mehr als 3mm ist die Entfernung einer entsprechenden Knochenscheibe aus dem handgelenksnahen Teil des Ulnaschaftes mit anschließender Stabilisierung über eine Platte.

OP-Foto: Zur Verkürzung entfernte Knochenscheibe



War früher die OP-Technik noch anspruchsvoll, da man sowohl auf möglichst parallele Sägeschnitte als auch die Verdrehung der Knochenteile nach Durchtrennen achten mußte.  

Plattensystem mit Kompressionseinheit zur Kompression der Knochen nach Entfernung der Knochenscheibe (Fa. Medartis)

OP-Foto: angelegte Platte und sichtbarere Knochendefekt nach Entfernung der Knochenscheibe


OP-Foto: Eindrehen der Kompressionsschraube und damit zusammenschieben der Knochenenden.



Heute existieren moderne Plattensysteme bei denen über Sägelehren parallele Schnitte problemlos gelingen und diese auch bei angelegten Platten durchgeführt werden können. So wird eine Verdrehung der Knochen sicher vermieden. Auch sind unterschiedliche Konzepte integriert um im Anschluß an die Knochenentfernung die beiden Knochenenden mit leichtem Druck wieder aufeinander zu "drücken". Die Platte wird abschließend vollständig fixiert und sollte ca. 9 bis 12 Monate belassen werden.  In den meisten Fällen wird die Platte dann wieder entfernt.

Praxisklinik mit ambulantem OP-Zentrum